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Dienstag, 14. Juli 2009
Auch mal am Rande...
...bemerkt: Vielleicht bin ich etwas empfindlich, vorgeprägt, verdorben. An einer Gedenkstätte o.ä., die sich mit dem Nationalsozialismus beschäftigt nach dem Führer zu fragen ist schon mehr als makaber...auch im Jüdischen Museum wird man ihn nicht finden. Dort wird er vermutlich am häufigsten gesucht. Zumindest zu meiner Zeit war das so. Da man noch immer nach ihm sucht, ist er wohl nicht gefunden worden...
Sonntag, 12. Juli 2009
Ein paar Antworten
Ich habe gerade mal geschaut, was so in die Suchmaschinen eingetippt wurde, um (unabsichtlich) schließlich bei mir zu landen. Ich möchte also einige wenige kurze Antworten geben:
- "danke auf jüdisch" wäre richtiger unter "danke auf hebräisch" zu finden. Danke heißt Toda oder Vielen Dank dann Toda raba.
- "jüdische Info alles über Giur" findet man wohl am besten bei Noa mit ihrem immer weiter gehendem Threat zum Thema. Ehe ich mich hier lange ausbreite, am besten dort nachsehen.
- "Vater Jude Mutter nicht" ist halachisch betrachtet, also nach dem jüdischen Gesetz schlicht eine Familie mit nichtjüdischen Kindern. In liberalen Gemeinden werden diese Kinder, so es der Wunsch der Eltern ist und sie auch jüdisch aufwachsen mit eingebunden. Sie machen allerdings offiziell dann einen Gijur, um das Ganze dann perfekt zu machen. So weit ich weiß meist vor der Bar/ Bat Mizwa. Ich bin hier allerdings nicht allzu bewandert.
Freitag, 10. Juli 2009
Etwas überrascht
...bin ich schon, wenn ich die Schlagzeilen, wenn ich über das große Erstaunen lese, dass so viele Ex-Stasimitarbeiter im öffentlichen Dienst arbeiten. Für mich nur wieder ein Beweis, in welchen Welten die Entscheidungsträger leben. Jedenfalls nicht in der Realität.
Vielleicht sollte man einfach nur noch mehr zu deren "Enttarnung" beitragen, in dem man selbst Akteneinsicht beantragt und somit Nachweise hat. Allerdings heißt das noch lange nicht, daß das karriereschädigend wäre. Es gab oft genug Fälle, in denen die ehemaligen IMs geklagt, gewonnen und im ÖD verblieben sind oder schlicht trotz positiven Befundes im Dienst geblieben sind. Ich fragte mich schon gelegentlich, was man eigentlich nach dem Krieg gelernt hätte. Heute herrscht große Empörung, daß dort so viele Personen im Staatsdienst geblieben sind. Ist es jetzt vor nur 20 Jahren und danach so viel anders gelaufen?
Vielleicht sollte man einfach nur noch mehr zu deren "Enttarnung" beitragen, in dem man selbst Akteneinsicht beantragt und somit Nachweise hat. Allerdings heißt das noch lange nicht, daß das karriereschädigend wäre. Es gab oft genug Fälle, in denen die ehemaligen IMs geklagt, gewonnen und im ÖD verblieben sind oder schlicht trotz positiven Befundes im Dienst geblieben sind. Ich fragte mich schon gelegentlich, was man eigentlich nach dem Krieg gelernt hätte. Heute herrscht große Empörung, daß dort so viele Personen im Staatsdienst geblieben sind. Ist es jetzt vor nur 20 Jahren und danach so viel anders gelaufen?
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Dienstag, 7. Juli 2009
Tagebuch einer Leidenschaft - Rina Frank
Ja, ich habe mal wieder gelesen. Diesmal Rina Franks "Ich folge Dir mit geschlossenen Augen
". Was mir besonders positiv und angenehm auffiel war, dass mit der Übersetzung keine ausschweifenden Erklärungen über Jom Kippur, Schabbat etc. eingefügt wurden. Alles ist einfach nur so normal, wie es eben in Israel ist.

Worum geht es nun? Rina Frank nimmt den Leser mit in ihre neue Wohnung...ich war sofort wieder in Israel. Etwas, was mich sehr gefangen nahm...eine Frau mit zwei Kindern, einem Freund, einem eigenen Leben. Ein Tumor wird diagnostiziert. Etwas, das sonst das Thema eines ganzen Buches sein sollte, ist hier (nur) der Beginn, der Beginn einer großen Leidenschaft. Diese beschreibt sie mit klaren Worten, ohne Beschönigung, mit allen Hochs und Tiefs. Ich habe das Lesen genossen. Es ging flüssig voran. Wer allerdings jetzt eine Kopie von Zeruyah Shalev erwartet, der sei gewarnt. Sie ist es nicht. Einfach selbst lesen.... Wer vorher schon mal schmökern will, Ullstein hat hier eine Leseprobe hinterlegt.

Worum geht es nun? Rina Frank nimmt den Leser mit in ihre neue Wohnung...ich war sofort wieder in Israel. Etwas, was mich sehr gefangen nahm...eine Frau mit zwei Kindern, einem Freund, einem eigenen Leben. Ein Tumor wird diagnostiziert. Etwas, das sonst das Thema eines ganzen Buches sein sollte, ist hier (nur) der Beginn, der Beginn einer großen Leidenschaft. Diese beschreibt sie mit klaren Worten, ohne Beschönigung, mit allen Hochs und Tiefs. Ich habe das Lesen genossen. Es ging flüssig voran. Wer allerdings jetzt eine Kopie von Zeruyah Shalev erwartet, der sei gewarnt. Sie ist es nicht. Einfach selbst lesen.... Wer vorher schon mal schmökern will, Ullstein hat hier eine Leseprobe hinterlegt.
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Montag, 6. Juli 2009
Eröffnung an der HU
Per Zufall bin ich darüber gestolpert. Heute, 6.07.09 wir am der Humboldt Universität das Kollegium Jüdische Studien eröffnet. Die offizielle Einladung kann man sich hier als PDF ansehen.Man möchte sich augenscheinlich auf das Judentum in Berlin und Preußen konzentrieren.
Ich bin sehr gespannt. Vielleicht kann ich mir ja dort auch was für mein "Studium freier Wahl" (ja, ich habe sowas noch) anrechnen lassen.
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